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Dümmlicher Antisozialismus - die Äußerungen eines politischen Dummkopfes

Wollt ihr, dass sich im Staat etwas ändert, bezahlt keine Steuern mehr! 

Henry David Thoreau,(1817 - 1862, 
("Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat")

 

4.2.12

Walter Plathe begeisterte Zuschauer
(Eisenhüttenstadt/jp) Was würde der brave Soldat Schwejk wohl sagen und tun, wenn er in die heutige Zeit käme? So eine kleine Ahnung davon bekamen die Gäste des Abends mit Walter Plathe am Sonnabend im Friedrich-Wolff-Theater, während dessen der Mime seine Zuschauer mit immer wieder Szenenapplaus provo- zierenden Pointen, die keinesfalls in der Zeit vor und während des ersten Weltkrieges verweilten, sondern viele Spots auf gegenwärtige Politik und Politiker richtete, überraschte.

"Wir freuen uns, dass wir in dieses wunderbare Haus kommen konnten", sagte Mana- ger Jürgen Rummel vor Beginn der Veranstaltung. Bereits zu DDR-Zeiten sei er mit den unterschiedlichsten Programmen, darunter auch mit Plathe, des öfteren hier gewesen, auch einmal nach der Wende. "Walter Plathe ist gerade von einer großen Südamerika-Tour zurück gekommen", so Rummel, "auf dem Traumschiff, der MS Deutschland war er mit seinem Reuter-Abend und dem Braven Soldaten Schwejk zu Gast." Nun tourt er bis zum 4. April durch die deutschen Lande, bevor die Dreharbei- ten zum Dr. Kleist beginnen.
"Der brave Soldat Schwejk", so wie er nun im Friedrich-Wolff-Theater zu sehen war, beruht auf einer Produktion der Komödie Berlin, in der unter anderen Maria Mallé spielte. Aus diesem Stück heraus entwickelte Plathe sein eigenes Programm, zusam- men mit dem Pianisten Peter Buchheim, der nicht nur auf dem Klavier, sondern auch in kleinen schauspielerischen Auftritten brillierte.
Bereits mit seiner Begrüßung: "Kennen Sie eigentlich diese Billigfluglinien, bei denen die Landung schon inklusive ist? - Genau das machen wir heute Abend.", machte Walter Plathe neugierig auf das Kommende. So mancher mag gerätselt haben, was 


Walter Plathe (re.) und Peter Buchheim gestalteten im Friwo einen unterhaltsamen Schwejk-Abend mit so manchem Seitenhieb auf die gegenwärtige Politik.

Billigflug und Schwejk, respektive Plathe, gemeinsames haben. "Wir machen einen Billigabend", erklärte dieser dann mit einem gezielten Hieb auf die heutige Kulturpolitik, "am Theater ist alles teuer geworden, wir können uns ein großes Schauspielensemble und ein großes Orchester nicht mehr leisten und ein mittelmä- ßiger Schauspieler wir ich und ein mittelmäßiger Pianist wie Herr Buchheim müssen reichen, ebenso ein billiges Bühnenbild."
Spontaner Beifall erhob sich, sozusagen als Widerspruch zur letztgetanen Äußerung der Mittelmäßigkeit, bevor beide mit einem Bier in Schwejks Stammgasthaus "Kelch" in das Spiel ihrer Geschichte einstiegen, die tatsächlich fernab jedes Billigen und jeglicher Mittelmäßigkeit lag, präsentiert von einem Schau- spieler, der nicht nur Texte interpretiert, sondern genau weiß, was er seinem Publikum sagt.

"Ich habe Walter Plathe schon immer im Fernsehen gern gesehen", sagte Elisabeth Krause aus dem Ortsteil Fürstenberg, "und ich finde dieses Programm ganz toll." Wenn nur das Heimkommen nicht so kompliziert wäre, denn nach dem Schluss der Veranstaltung fahre kein Bus mehr, und daran ändere sich auch nichts, auch wenn man es noch so oft anspricht. "Immer ein Taxi zu nehmen kommt ganz schön teuer", so Elisabeth Krause, "so viel Geld haben die Rentner nicht." Vielleicht kämen ja mehr Gäste in das Haus, wenn dieses Problem gelöst werden könnte. Ebenfalls aus dem Ortsteil Fürstenberg kam Christiane Pietsch. An ein illustriertes Schwejk-Buch aus Kindheitstagen kann sich sich erinnern, nun sei sie neugierig darauf geworden, wie Walter Plathe, den sie schon immer einmal life erleben wollte den Stoff umsetzt.
Nach dem langen Schlussapplaus gab es noch eine kleine Zugabe, bevor Plathe sich mit den Worten: "Danke für dieses schöne Haus und danke dafür, dass Ihr es so gut hingekriegt habt." verabschiedete.

4.2.12

Zamperer trotzten eisiger Kälte
(jp) Minus 13 Grad Celsius zeigte das Thermometer, als sich die Wiesenauer um 8 Uhr morgens auf ihre Zampertour begaben. Dagegen fühlten sich minus 6 Grad am Nachmittag, als die Bahroer ihre Hof- und Haus- türen den Zamperern öffneten, eher gemütlich warm an. Doch wie heißt es in Fastnachtskreisen: Es ist nicht zu kalt, es gibt nur zu wenig Schnaps.

Wiesenau:
"Trotz der Kälte sind wir rund 50 Leute, die heute dabei sind", sagte Torsten Neuhaus, Sprecher des Wiese- nauer Fastnachtsclubs, nachdem er sie vor dem Abmarsch vergattert hatte, ja niemanden auf der Strecke zu lassen. Eigentlich hätte es schon um halb acht losgehen sollen, aber "zum Glück" sei das Dorf ja nicht so groß, so dass man damit rechnete, schon gegen halb 6 nachmittags wieder an der alten Schule einzutreffen. Allen voran marschierten Jochens Jungs, spielten überall auf, wo es eine Zamperspende gab und hielten sich selbst dabei warm. Melanie Patzelt aus Groß Lindow, wo sie in der Funkengarde des Karnevalsvereins tanzt, war zum ersten mal dabei und total begeistert. "Alles ist schick, und wenn man warm angezogen ist, passt es", sagte sie.

In Wiesenau sorgten Jochens Jungs für Zamperstimmung.

Ossendorf und Bahro:
"Also, wir Bahroer sind frühmorgens gut in Ossendorf angekommen, um zu zampern", erzählte Michael Grund, "seit 2005, als wir die Zampertradition in unseren Dörfern wieder aufleben ließen, gehen wir gemeinsam auf Tour." Zu wenige Mitmacher gab es damals in beiden Orten, so dass die Idee von Kameraden der Feuerwehr, die Fastnacht gemeinsam zu feiern, sofort auf Zustimmung stieß. Vivien Schmidt aus Eisenhüttenstadt und ihre Ossendorfer Freundin Mandy Gehring, beide Schülerinnen an der Gesamtschule 3, waren im vorigen Jahr schon mit dabei, kamen wieder wegen der tollen Stimmung. Eine Neuerung hatten sich Günter Gliese und seine Frau Irena einfallen lassen. Einen ganzen Tag lang drehten sie 200 leckere Rollmöpse, in deren Genuss nicht nur die Zamperer kamen, sondern vor allem jene, die freigiebig Eier, Speck, Geld und anderes an das bunte Völkchen übergaben. "Die Idee dazu habe ich mir bei den Fünfeichenern abgeguckt", gestand Günter Gliese, "ich fand das so toll, dass wir es gleich nachmachen mussten."

Stimmungsvoll ging es vom ersten Augenblick an bei der Bahro-Ossendorfer Zampergesellschaft zu. Rollmops gefällig - Günter Gliese hatte sich bei den Fünfeichenern die tolle Idee mit den Rollmöpsen abgeguckt. Die kleine Lotta Redlich (6 Monate) wurde feierlich in die Bahro-Ossendorfer Zampergesellschaft aufgenommen.

Nach einem Fußmarsch von etwa 1 Kilometer traf die Zampergesellschaft gegen 13 Uhr in Bahro ein, wo Fa- milie Machnow mit einer weiteren Leckerei aufwartete - ganz frischer selbst gebackener Pizza. Ein Feuerkorb spendete beim essen auf dem Hof angenehme Wärme.

Etwa 1 Kilometer liegt zwischen Ossendorf und Bahro, wo die Zamperer gegen 13 Uhr eintrafen. Frisch gebackene Pizza erwartete die hungrigen Zamperer bei Familie Machnow. Überall wurde reichlich aufgetafelt, so dass sich die Zamperer während des Tages immer wieder stärken konnten.

Kobbeln:
Als die ersten Kobbelner gegen 10 Uhr in Krügers Gaststätte eintrafen, bediente Joachim Krüger bereits den Zapfhahn, um dem folgenden Ansturm der durstigen Kehlen gewachsen zu sein. Zu jenen, die zuerst ankam- en, gehörten Victoria Lehmann und Antje Hollatz, beide hatten hinsichtlich der Organisation den sprichwört- lichen Hut auf. Sie zeigten sich erfreut darüber, dass es gelungen war, den Termin für ihre Fastnacht um einen ganzen Monat vorzuverlegen, denn traditionell wurde Anfang März gezampert, was dem Auslastungsgrad der Kapellen geschuldet war. Nach der ersten Tanzrunde mit dem Wirtspaar und dem obligatorischen Gruppen- foto, begann dann der Zamperzug, mit dabei die Olsenbande, extra aus Dänemark angereist.

Angezogen nach dem Zwiebelschalen- prinzip konnte die Kälte auch den Kobbel- nern nichts anhaben. In Kobbeln hatten sogar die Knastis Ausgang, wurden aber als Bewährungs- aufgabe zum Schnaps trinken verdonnert. Aus Dänemark kam die Olsenbande zum zampern nach Kobbeln.

Wellmitz:
Einen personalstarken Zugang hatte die Wellmitzer Männerfastnacht. Eine ganze Truppe Jugendlicher, so um die 30 Jahre alt, wechselte in die Riege der "Großen", um dort fortan kräftig mitzumischen. Fastnachtschef Sven Pohle zeigte sich darüber sehr erfreut, denn die Neuzugänge verfügen ja über Erfahrung beim Organisier- en solcher Veranstaltungen. Wegen der Größe des Dorfes wird die Zampertour auf zwei Tage verteilt, am Sonnabend geht es von der Gaststätte "Dorfmitte" aus in das Oberdorf, am Sonntag vom gleichen Startpunkt aus in das Unterdorf. Während es Pohles Aufgabe war, die Übersicht zu behalten, gingen Steffen Woitschack und Hajo Milde mit dem Klingelbeutel von Haus zu Haus, um die Geldspenden in Empfang zu nehmen. 

Verstärkung bekam die Wellmitzer Männerfastnacht durch Zuwachs aus den Reihen der Jugendfastnacht. Helft mir doch mal, die Strümpfe wieder hochzuziehen - so heiß ging es in Wellmitz her. Mit leckeren Würstchen empfing Gregors Metzgerei in Wellmitz traditionell die Zamperer.
3.2.12

Schönfließer in bester Feierlaune
(Eisenhüttenstadt/jp) Ausgelassene Stimmung herrschte am Wochenende im Schönfließer Ballhaus, der zur Fastnacht umgestalteten Turnhalle. An drei Tagen wurde dort ordentlich gefeiert, mit Musik, Tanz und tollen Programmeinlagen. "In Schönfließ spielt man wilde Sau - Helau, helau, helau" war dabei wieder das traditio- nelle Motto, dem es auch in diesem Jahr wieder gerecht zu werden galt.
Alles begann am Freitag Abend mit fast ausverkauftem Saal mit der Weiberfastnacht, setzte sich am Sonn- 


Nicht nur der Schlips von Frank Wiedemann wurde Opfer des Jagdtriebes von Annett Ulrich (li.) und Stefanie Geller, sondern alle Männer, die in späterer Sunde zur Weiberfastnacht kamen.

abend mit dem Kinderfasching und der Abendveranstaltung fort und endete am Sonntag zünftig mit der Kreschke, bevor es ans Aufräumen des Ballsaal ging, denn dieser muss vom heutigen Montag an der Grundschule wieder als Turnhalle zur Verfügung stehen.
Als DJ Buschi am zur Weiberfastnacht die ersten Scheiben auf-legte, stürmte das närrische Volk sofort die Tanzfläche, man wollte die Zeit bis den Männern Einlass gewährt wurde nutzen, um die sprichwörtliche Sau raus zu lassen. Wenn es auch einige der Herren nicht lassen konnten, vorzeitig zu erscheinen, scherte man sich nicht darum, sondern verweigerte ihnen einfach den Einlass in den Saal. Um 9 Uhr abends wurde es dann ernst, wem es gelang, am Tresen vorbei zu huschen, geriet in die Fänge der Schlipsjägerinnen, darunter Annett Ulrich und Stefanie Geller, die sofort ihre Scheren ansetzten und sich des Accessoires be- mächtigten. Die Männer nahmen es gelassen, griffen erst mal zum Bier, bevor sie zur Tanzfläche abgeschleppt wurden.

3.2.12

Stadt Eisenhüttenstadt, Pressemitteilung 014/02/2012
Eisfläche in der Sportanlage Trockendock ab Freitag (3.2.2012) geöffnet
Die Stadt Eisenhüttenstadt hat in der Sportanlage Trockendock ein ehemaliges Dock mit einer Fläche von ca. 2.500 m² abgegrenzt. Diese Fläche verfügt mittlerweile über eine dicke Eisschicht, die es gestattet, solange der Frost anhält, diese zu betreten. Sie wird zur kostenlosen Nutzung zur Verfügung gestellt, um Schlittschuh zu laufen, Eishockey zu spielen oder sich einfach nur auf das Eis zu begeben.
Die Eisbahn ist ab Freitag, den 03.02.2012 ab 14.00 Uhr nutzbar. Die weiteren Öffnungszeiten sind dann jeweils Montag bis Freitag ab 14.00 Uhr sowie Samstag und Sonntag ab 10.00 Uhr. Geschlossen wird die Sportanlage bei Eintritt der Dunkelheit, da es dort keine Möglichkeit der Beleuchtung gibt. Bei der Nutzung der Eisfläche ist zu beachten, dass diese auf eigene Gefahr geschieht.
An dieser Stelle sei noch einmal vor dem Betreten anderer Eisflächen gewarnt. Besonders gefährlich ist das Betreten der Eisflächen auf den Wasserstraßen, da durch Wasserbewegungen und Schiffsverkehr das Eis immer wieder aufgebrochen wird.
Ein wichtiger Hinweis an alle Eisangler. Die Dockanlage der Sportanlage Trockendock dient im Winter als Natureisbahn. Um die zugefrorene Fläche den Wintersportlern zu erhalten, ist das Eisangeln hier verboten und entsprechend ausgeschildert.
M. Reichl
Fachbereichsleiter Bauen und Liegenschaftsverwaltung

2.2.12

Eiswarnungen unbedingt beachten!

In den letzten Tagen konnten mehrfach Personen dabei beobachtet werden wie sie die Eisflächen auf Wiesen und Feldern betraten. Unter diesen Personen befanden sich auch Eltern mit Kindern und Kleinkindern in Kin- derwagen. Die Wasserschutzpolizei warnt vor dem Betreten, weil gerade diese Flächen stark schwanken- den Wasserständen unterliegen und es dadurch zu Hohlraumbildungen unter der Eisdecke kommen kann. Somit besteht speziell hier die Gefahr ins Eis einzu- brechen. 

PM vom 31.01.2012 : Eissegler brach durch die Eisdecke im Wandlitzsee
Polizei und Feuerwehr wurden durch eine Anwohnerin in Stolzenhagen alarmiert, weil sie beobachtet hatte, dass ein Eissegler auf dem Wandlitzsee, etwa 100 Meter vom Ufer entfernt, gekentert und durch die Eisdecke gebrochen war. Der Mann rief zu diesem Zeitpunkt bereits laut um Hilfe.
Ein Anwohner, der zuerst beherzt eingegriffen hatte, Einsatzkräfte der Feuerwehr, und Polizeikräfte versuch- ten, den Mann zu retten. Diese Rettungsaktion gestaltete sich sehr schwierig. Der 51-jährige Anwohner hatte als Ersthelfer mit seinem Boot versucht den in Not geratenen zu erreichen, was  misslang. Er kam durch die Eisdecke nicht bis zu dem Verunglückten heran. Ähnlich erging es den Rettungskräften der Feuerwehr, die mit einem Schlauchboot und Leiter den Rettungsversuch unternahmen. Die Rettungskräfte brachen selbst durch die Eisdecke ein. Letztendlich konnte ein Feuerwehrmann den Segler erreichen und mit einem Seil sichern. Mit vereinten Kräften wurden die drei Retter und der Segler an Land gezogen. Nach der Rettung mussten der  75-jährige Eissegler und zwei Feuerwehrmänner mit Unterkühlungen ins Krankenhaus gebracht werden. Während der Rettungsaktion befanden sich bereits ein Hubschrauber der Polizei des Landes Brand- enburg und der Bundespolizei in der Luft. Notfalls hätte die Rettung aus der Luft erfolgen müssen, falls die Einsatzkräfte an Land nicht zum Ziel gelangt wären.

 

31.1.12

Die Polen machen´s vor
(Warschau) Kraftfahrer protestieren gegen die hohen Benzin- und Dieselpreise, indem sie durch langsames Fahren die Straßen blockieren. Sie fordern von der Regierung, die Kraftstoffsteuern zu senken und drohen mit einer Blockade der Straßen zur Fußball-EM.
Und was macht der deutsche Michel? Er lässt sich alles gefallen und pennt, während ihm der Hals immer weiter abgeschnürt wird, dabei ruhig weiter.

28.1.12

Zamperer trotzten Minusgraden
(jp) Mit ungewohnten Kältegraden hatten am Sonnabend die Zamperer in den Dörfern der Region zu kämpfen. Insbesondere die Musikanten hatten es schwer, ihren eisgekühlten Instrumenten die stimmungsvollen Klänge zu entlocken, wickelten Trompete, Tuba und Saxophon in wärmende Tücher, die auch die Hände schützten. Doch nach ein paar Gläschen von Hochprozentigem, heißem Kaffee oder frisch gekochter Suppe, die in den meisten Häusern, zumeist im geheizten Keller oder der ebenfalls vorgewärmten Garage gereicht wurden, verringerte sich das Kälteempfinden, was wiederum die Zamperstimmung förderte.

Schönfließ:
Der Schönfließer Fastnachtsclub wartete in diesem Jahr mit einer Neuerung auf. Drei Böllerschüsse aus Mörsern der Schützengilde Neuzelle gaben den Anwohnern das Signal für den Beginn des Zamperumzuges. alles natürlich behördlich genehmigt und unter den notwendigen Sicherheitsvorkehrungen, wie die Kanoniere Joachim Seela und Jörg Fröhlich versicherten. Als sich der bunte Zamperzug dann in Bewegung setzte, gehörte Familie Knabe zu den ersten Besuchten. Wurst, Gurken und Geld gingen in den Besitz der Zamperer über, bevor die Truppe weiter zog, denn bis zum Wiedereinmarsch in den Schönfließer Ballsaal am späten Nachmittag waren rund 390 Gehöfte zu besuchen.

Mit drei Donnerschlägen aus den Mörsern der Schützengilde Neuzelle eröffneten die Schönfließer in diesem Jahr ihre Fastnacht. Verantwortung für die Schönfließer Jugend - sie zog den Wagen für die Zamperspenden.
 
Mit einem Schnäpschen und einem Tanz bedankten sich die Schönfließer Zamperer bei Familie Knabe.
 

Ratzdorf:
Die Ratzdorfer begannen ihre Schifferfastnacht traditionell mit dem Umzug am Freitag Nachmittag, allen voran das historische Schiffsmodell und die Musikanten vom Neißestrand, dem nach kurzer Ruhepause der Tanzabend in der Kajüte folgte. Das selbst gestaltete Programm ließ wieder orkanartige Beifallsstürme aufbrausen, denn weltbekannte Künstler wie Mikki Krause, Beppo Küster, die Jacob-Sisters und andere gaben sich die Ehre. Mit herzhaften Schmalzstullen und einem kühlen Blonden begann der Zampertag am Sonnabend im Oderblick, das zweite Frühstück hatte Richters Gaststätte vorbereitet, wo man am späten Nachmittag die Runde durch das Dorf auch wieder beendete.

Ein Ehrentänzchen als Dank für das Frühstück bekam das Gastwirtspaar Richter. Promis ließen es sich nicht nehmen, bei der Ratzdorfer Fastnacht mitzumachen. So wie der 22 Monate junge Conner Schulz werden die Jungratzdorfer beizeiten in die Fastnacht eingeführt.

Steinsdorf:
Die Steinsdorfer begannen ihren Zamperzug wie immer bei Liems. Chefin der Aktion war Christina Rücker, die auch das tempo vorgab, denn man musste sich sputen, in den zur Verfügung stehenden Stunden durch Dorf und Kolonie zu kommen, zumal in den meisten Häusern auch zu einem kleinen Imbiss eingeladen wurde. Dem Zamperzug hinterher gingen die Eiermänner hinterher, um die Zamperspenden in Empfang zu nehmen. Begeistert von der Stimmung und der Tradition zeigten sich Nadine Schmohl sowie ihre Familie, die bereits zum zweiten Mal aus Berlin und Friedrichsbrunn im Harz angereist war, um mitzumachen. 

Lange Wege hatten die Steinsdorfer zwischen Dorf und Kolonie zu bewältigen.
 
 
Die Eiermänner Kevin Olear, Tobias Liem und Cousin Jochen Liem folgten dem Zamperzug und sammelten die Spenden ein.  Gäste aus Berlin und dem Harz waren schon zum 2. Mal mit Begeisterung dabei.
 
 

Fünfeichen:
Auch in Fünfeichen begann die Fastnacht bereits mit dem ersten Zamperzug an Freitag Nachmittag. Das Dorf sei inzwischen so groß geworden, dass der Sonnabend allein dafür nicht ausreicht. Die drei Kassiererinnen Manon, Manuela und Eileen gingen mit rußgeschwärzten Gesichtern, was Glück bringen soll, dem Zamper- zug voraus, klingelten an den Haustüren und nahmen unter Ankündigung der heran nahenden Zamperer die Geldspenden in Empfang. Zur Fünfeichener Tradition gehören die Strohbären, die in diesem Jahr erstmalig durch Bärinnen verstärkt wurden. Elisa Wander und Verena Wagner brachen in dieses Domäne der Männer ein, am schwersten fiel ihnen dabei, dass sie die ganze Zeit über nicht sprechen durften.

Erstmals ließen sich zwei Frauen als Strohbärinnen verkleiden.
 
Rußgeschwärzte Gesichter der Zamperer sind in Fünfeichen Tradition.
 
Aus der "Rollenden Schnapsbar" bekam jeder, der den Zamperern spendete, einen Hochprozentigen.

Streichwitz: 
Das Streichwitzer Fastnachtsmotto war keinesfalls "Der Hund", wie Organisatorin Sabine Görbing betonte, da gab es andere Probleme, die gelöst werden mussten. Eine Beerdigung durfte nicht gestört werden, der Eier- wagenfahrer hatte sich den Fuß gebrochen und alles verschob sich in den Nachmittag hinein. Auffallend viele Kinder machten mit, darunter die 9jährigen Toni Sprenger und Eddi Kretschmar, die besonders an den ausgereichten Süßigkeiten interessiert waren. Den zweiten Jahrestag ihrer Wiedergeburt feierte auf den Tag genau die 4jährige Hanna Charleen Brunk, deren Leben nach einem akuten Leberversagen am seidenen Faden hing, und besonders glücklich darüber war Mama Kerstin.

Thomas Matheus hatte seine Freundin Stefanie Herrmann aus Eisenhüttenstadt zur Fastnachtsparty eingeladen.
 
Fröhlich beim Zampern dabei waren die 4jährigen Hanna Charleen Bunk (vorn) und ihre Freundin Luisa Matheus
 
Bei Harald Stegemann gab es nicht nur leckere Wurstsuppe und selbst gemachte Leberwurst, sondern auch viel Süßes für die Kinder.
 

Großes Interesse am Familiennachmittag
(Eisenhüttenstadt/jp) Reges Treiben herrschte am Sonnabend Nachmittag in der Goethe-Grundschule, wohin der Förderverein WiWaWunderland zum ersten Familiennachmittag dieses Jahres, der ganz im Zeichen des Musizierens stand, eingeladen hatte.


Zu den Gästen des Familiennachmittags gehörte die Familie Döring aus Eisen- hüttenstadt.

Zu Beginn des Konzerts sangen alle ge- meinsam das Lied "Schneeflöckchen", auf dem Akkordeon begleitet von Made- leine Werner.

"Um 15 Uhr begannen wir mit dem Basteln von Instrumenten", sagte Frei- zeit- und Sozialpädagogin Madeleine Werner, "Schellstäbe und Rasseln wurden dabei von den Kindern hergestellt." Eins Stunde später versam- melten sich alle in der Aula, wo ein Konzert begann, das Kinder aus Eisenhüttenstädter Schulen gestalteten. Im Vorfeld dazu gab es einen Aufruf, dem mehr als 10 Schülerinnen und Schüler folgten, darunter auch junge Künstler der zu Beginn dieses Schuljahres gegründeten Musik-AG der Grundschule. "In dieser Arbeitsgemeinschaft wird jedoch nicht nur musiziert und gesungen", fügte Brita Meinel, Geschäftsführerin des För- dervereins hinzu, "die Kinder stellen auch selbst Instrumente, mit denen sie musikalische Experimente durchführen, her."
Was dabei heraus kommen kann, zeigten sie mit Klanghölzern, auch "Boomwhacker" genannt, im Stück "Regentropfen". Einfache Melodien in C-Dur lassen sich damit spielen, was den Kindern besonders viel Spaß bereitet. Um dem Ganzen auch eine optische Ergänzung zu geben, stellte Schulleiterin Simona Schmöche einen Beamer zur Verfügung, der pas- send zur Musik farbige Fraktalien an die Wand projizierte.
"Wir versuchen, einen solchen Familiennachmittag vierteljährlich zu orga- nisieren", so Brita Meinel, "und jedes Mal steht er unter einem anderen Motto." Aktiver und verlässlicher Partner ist dabei nicht nur die Schule, sondern auch die Kita Rasselbande. Nach dem Konzert traf man sich im Jugendclub zum Schneemänner backen und Kaffee trinken, das eigentlich auch noch geplante Lagerfeuer musste wegen des Regens ausfallen.

21.1.12

Zamperer trotzten schlechtem Wetter 
(jp) Trotz teilweise nasskalter Regen- und Schneeregenschauer zogen am Sonnabend wieder viele Zamperer durch die Dörfer, es ist deren Hochsaison und Grund zum ausgelassenen Feiern. Dabei ist ein Trend zu beob- achten, der sich im Verlauf der letzten Jahre entwickelte: Immer mehr Städter nutzen verwandtschaftliche, freundschaftliche oder kollegiale Kontakte, um beim Zampern mitzumachen, wegen der Stimmung dabei und der dörflichen Atmosphäre, die sich dadurch kennzeichnet, dass jeder noch jeden kennt, man miteinander spricht und sich gegenseitig hilft, ohne dass ein Schein seinen Besitzer wechseln muss. So wird der Fremde freudig begrüßt, einbezogen in den Trubel, und es liegt an ihm, wie er sich selbst einbringt.

Rießen
"Das Zampern hat in Rießen eine eingefahrene Tradition", sagte Burkhard Lehmann, im Kostüm des Großen Preußenkönigs durch die Straßen ziehend, "wir sind bei allen gern gesehen, werden bewirtet, dass es ein Ge- nuss ist." Ähnlich wie auf der Grünen Woche gehe es dabei zu, viele Häppchen und Leckerlis, Kostproben aus den Küchen der jeweiligen Gehöfte erwarten die Zamperer, dazu viele Getränke und jene, die so spenda- bel sind, wurden mit einem Tanz aus den Blechen der "Rießener Domspatzen" belohnt. Statt des traditionel- len Plinzmobils begleitete der "rollende Rollmopsservice" die bunte Schar. In mühseliger Handarbeit wurden die sauren Leckerbissen zum größten Teil selbst gedreht. Bereits am Freitag um 16 Uhr begannen die Rieße- ner ihre Zampertour im Neubaugebiet Nord, an dem sich besonders viele Kinder und Jugendliche beteiligten. Darunter der Rießener Streichelzoo, Carolin Hennig als Elefant und Julia lang als Känguru verkleidet. Nachdem sie im vorigen Jahr in die abendliche Fastnachtsveranstaltung hineingeschnuppert hatten, stand fest: im nächsten Jahr machen wir mit. Als "beherzte Vogelscheuchen", die nicht mit "Sackgesichtern" ver- wechselt werden wollten, kamen, natürlich mit viel Durst, Reiner Gnerich und seine Frau aus Berlin, trafen sich zur Fastnacht bereits zu zweiten Mal mit Freunden. "Es ist super schön", so Reiner Gnerich, "und NIE- MAND kennt so etwas bei uns."

Eine Kostprobe vom rollenden Rollmopsservice gefällig? Selbst seine königliche Majestät ließ es sich nicht nehmen, mitzuzampern. Zu den Klängen der Rießener Domspatzen wurde fleißig getanzt.

Mixdorf
Norbert Schmidt hatte mit Geld und Eiern bereits auf die Mixdorfer Zamperer gewartet, als sie gegen 11 Uhr an der Tür seines schicken neuen Hauses klingelten. Seit 2000 wohnt die Familie darin und hat Spaß daran, den Zamperern etwas mit auf den Weg zu geben. Zusammen mit zwei weiteren Dorfbewohnern organisierte Ingo Horn in diesem Jahr das Zampern. "Wir sind insgesamt eine Truppe von 20 Leuten, die die Fastnacht vorbereitet", berichtete er. In jährlichem Wechsel machen das die Frauen, Männer und Jugendlichen, nun war die Reihe an den Männern, die sich dazu auch ein tolles Abendprogramm einfallen ließen. "Eigentlich sollten wir heute im Friedrichstadtpalast auftreten", so Horn mit einem Augenzwinkern, "aber wegen der Fastnacht hier mussten wir absagen." Doch bevor das Programm starten konnte, waren rund 300 Gehöfte zu besuchen, darunter das von Hilde Daunheimer, die auch mit 90 Jahren nicht auf ein Tänzchen und das traditionelle Schnäpschen in Ehren verzichten möchte.
Als sehr spendabel erweisen sich auch die Mixdorfer in jedem Jahr, so dass man in diesem großen Dorf keine Probleme hat, die Party zu finanzieren, einschließlich jener Kosten, die von außen aufgedrückt werden. "Es macht uns allen sehr viel Spaß", erzählt Ingo Horn weiter, "und fördert zusammen mit weiteren Aktivitäten die dörfliche Gemeinschaft."

Auch mit ihren 90 Jahren lässt Hilde Daun- heimer es sich nicht nehmen, ein Tänz- chen zu wagen und ein Schnäpschen auf die Fastnacht mitzutrinken. Mixdorfer Zamperstimmung mit dem MusikTeam. Gern gesehen sind die Zamperer bei den Mixdorfern wie hier bei Familie Schmidt.

Finkenheerd
"Seitdem wir vor 10 Jahren in Finkenheerd wieder mit dem Zampern begannen, erfreuen sich die diesen Tag organisierenden Mitglieder des Finkenheerder Fastnachtsclubs zunehmender Gastfreundschaft und Spenden- bereitschaft seitens der Einwohner", sagte der frühere Vereinspräsident Jörg Skibba, auf dessen Grundstück gegen 11.30 Uhr gemeinsam gefrühstückt wurde. Schon von Weitem war stimmungsvolle Musik vom Zamper- mobil zu hören, so dass das Auffinden der Truppe relativ leicht war. "Wir trafen uns um 9 Uhr bei wegen des Regens kaum motivierendem Wetter", so Skibba, "doch bald konnten wir die Regencapes auf dem Zamper- mobil ablegen und unsere bunten Kostüme zeigen." Nachdem sich alle gestärkt hatten, hieß es, Aufstellung zu nehmen für das traditionelle Gruppenbild, dann zog der Tross weiter, um Zamperspenden einzusammeln. So manche Finkenheerder, die, wie Bäcker Lautenbach, die Zamperer nicht persönlich empfangen konnten, stellten etwas zum Mitnehmen hin, einschließlich eines kleinen Zettelchens, das die Gabe als Zamperspende auswies.

Ausruhen von den Strapazen beim Frühstück auf Skibbas Hof. Prost Fastnacht - ein kleiner Schluck zum Aufwärmen. Selbst die Jüngsten, wie Ashley und Betty machten begeistert mit.

Bomsdorf
Die Bomsdorfer haben alljährlich einen wahren Zampermarathon zu absolvieren. Bereits in früher Stunde geht es per Bus in die Kolonie und das Vorwerk, dann ab etwa 11 Uhr vom Schloss aus zu Fuß durch das Hauptdorf. "Wie in jedem Jahr haben wir viele Auswärtige, die hier mitmachen", erzählte Henry Furchner, einer der Organisatoren, "etwa 50 Prozent wohnen nicht in Bomsdorf." Darunter sind viele ehemalige Einwohner, die jetzt in Eisenhüttenstadt, Nachbardörfern oder noch weiter weg wohnen. Den weitesten Anreiseweg hatten Heinz Wackers und Arite Krüger aus Krefeld. "Bei uns gibt es ja den Karneval, da wird fünf Tage gesoffen", so der "verrückte Karnevalist" Wackers, "aber hier gibt es noch richtigen Zusammenhalt, richtige Familie, das ist toll und ich freue mich jedes Jahr darüber, so etwas gibt es bei uns nicht." Ramona Popper erklärte dazu, ihre Schwester hätte sich diesen Verrückten angelacht, als er vor 10 Jahren Glasfaserkabel in Bomsdorf verlegte, da gab es kein Halten mehr, und alle finden ihn Klasse. 
Als die Zampertour gegen 17 Uhr endete, traf man sich im Schlosskeller, um den Tag ausklingen zu lassen, denn zusammen mit dem Fastnachtstanz am Vorabend, forderte die ganze Aktion doch ihren Tribut an Kondition.

Zur Bomsdorfer Zampergesellschaft gehören rund 50 Prozent Auswärtige, darunter viele ehemalige Einwohner. Heinz Wackers kommt jedes Jahr aus Krefeld zur Bomsdorfer Fastnacht. Früh übt sich, was einmal ein großer Zam- perer werden will, wie der 2jährige Jan Alexander Panke; natürlich vorerst mit Fruchtsaft. 
17.1.12
Heimatmuseum im Haus des Gastes, Kietz 5, 15299 Müllrose
Ausstellung „Spielzeug längst vergangener Tage"
- Öffnungszeit verlängert!

Aufgrund der hohen Nachfrage wird die Öffnungszeit zur Ausstellung „Spielzeug längst vergangener Tage" im Müllroser Heimatmuseum im Haus des Gastes an den letzten beiden Wochenenden der Ausstellung, Sa. 21.01. / So. 22.01.2012 sowie Sa. 28.01. / So. 29.01.2012 auf jeweils 10-15 Uhr verändert. Von Dienstag bis Freitag ist die Ausstellung von 10 – 16 Uhr zu besichtigen.
Die Privatsammlerin Bärbel Bendschneider präsentiert anschaulich Spielzeug aus der Zeit von ca. 1850 bis 

1950, welches sie in 25 Jahren mühevoll zusammengetragen hat.
Zu sehen ist eine Vielzahl von Spielsachen, die die Älteren unter Ihnen an das Spielzeug ihrer Eltern und Großeltern erinnern wird und den Jüngeren einen Blick in die Vergangenheit gestattet. Aber auch die Jüngsten kommen nicht zu kurz, dürfen sie doch mit dem einen oder anderen alten Stück ausnahmsweise spielen. Auf den Ausstellungsbesucher warten Puppen, z. B. mit Gliederkörper und Porzellankopf, aus Celluloid oder Käthe-Kruse-Puppen, Puppenstuben und –küchen, Pferdestall und Bauernhof, alte Steifftiere und die selten gezeigten Humpty-Dumpty Zirkusfiguren, Handarbeiten für Mädchen oder Baukästen für Jungen sowie Gesell- schaftsspiele für die ganze Familie.

14.1.12

Würdigung von Ehrenamt und bürgerschaftlichem Engagement durch die Stadt Eisenhüttenstadt
Bereits zum 12. Mal hat die Stadt Eisenhüttenstadt aktiven Ehrenamtlichen für ihr langjähriges und heraus- ragendes Engagement Dank und Anerkennung ausgesprochen. Ziel dieser Ehrung durch die Stadt ist u.a., die große Bedeutung freiwilligen Engagements zu würdigen und den gesellschaftlichen Wert ehrenamtlicher Arbeit einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen.
Aus diesem Anlass hat Bürgermeisterin Dagmar Püschel im Rahmen des Neujahrsempfanges der Stadt Eisenhüttenstadt am 14. Januar 2012 im Friedrich-Wolf-Theater folgenden Personen stellvertretend für viele aktive und engagierte Mitbürgerinnen und Mitbürger für ihr langjähriges und herausragendes ehrenamtliches Engagement Dank und Anerkennung ausgesprochen

Frau Elke Dürr
In diesem Jahr kann Frau Dürr auf ein 30-jähriges Engagement als Übungsleiterin der Allgemeinen Sportgrup- pe für Frauengymnastik bei der BSG Stahl Eisenhüttenstadt e.V. zurück blicken. Ihre Übungsstunden sind beliebt und haben einen festen Teilnehmerinnenkreis, weil sie sie immer mit viel Freude und Elan gestaltet und außerdem den Anspruch hat, dank regelmäßiger Weiterbildungen auch die neuesten Erkenntnisse in das Training einzubeziehen.
Herr Hans-Jürgen Kretschmann
Herr Kretschmann ist seit über 30 Jahren als Fußballtrainer mit C-Lizenz im Kinder- und Jugendbereich des 1. FC Fürstenberg /Oder engagiert. Aktuell trainiert er nicht nur die D-II Junioren der Spielgemeinschaft Eisen- hüttenstadt, sondern leitet außerdem seit 4 Jahren eine Arbeitsgemeinschaft Fußball an der Grundschule „J.W.v. Goethe", wodurch er sehr zur positiven Entwicklung vieler Kinder und Jugendlicher beiträgt.
Frau Petra Lorenz
Frau Lorenz ist Gründerin und Vorsitzende des Fördervereins Wi-Wa-Wunderland und dort seit 1992 ehren- amtlich tätig. Sie hat mit viel persönlichem Engagement, Fachwissen und „Herzblut" den Verein und mit ihm viele Projekte der Kinder- und Jugendfreizeitarbeit aufgebaut. Dabei hat sie vor allem Familien im Blick, deren Lebenssituation nicht so geradlinig verläuft und die Unterstützungssysteme benötigen.
Frau Ursel Pudack
Mit ihrer offenen und herzlichen Art organisiert Frau Pudack seit mehr als 10 Jahren Veranstaltungen für Seni- oren in der Ortsgruppe der Volkssolidarität im V. Wohnkomplex. Mit Leidenschaft füllt sie dieses Ehrenamt und so gelingt es ihr, als Motor der Gruppe ihre eigene Begeisterung auf andere zu übertragen. Das sorgt für eine freundschaftliche Atmosphäre, ein vielseitiges Veranstaltungsangebot und für neue Impulse im Gruppen- leben, wobei sie auch zu weniger mobilen und älteren Mitgliedern zu Haus engen Kontakt hält.
Frau Tina Sänger
Vor 15 Jahren stellte sich Frau Sänger einer besonderen Herausforderung: Als damals 17-Jährige übernahm sie das Training der Crazy Ladies vom Tanzverein Fire & Flame, einer Truppe gestandener Frauen mit unter- schiedlichsten Tanzvoraussetzungen. 2008 kam das Training des Showballetts, dem Markenzeichen des Vereins, dazu und weil Tanz ihr Leben ist, halten sie weder die eigene Ausbildung, der Start ins Berufsleben oder auch die Familiengründung vom choreografieren und organisieren ab, wodurch sie für den Verein zu einem verlässlichen Vorbild wurde.
Frau Monika Schipke
Bereits bei der Vorbereitung der Gründung des Vereins Innovativ e.V. war Frau Schipke dabei. Seit 11 Jahren arbeitet sie ehrenamtlich in verschiedenen Projekten des Vereins, organisiert Hilfe für Menschen in besonder- en Problemlagen und hat dabei vor allem die Kinder betroffener Familien im Blick. Inzwischen selbst im Ren- tenalter ist sie dennoch täglich für den Verein aktiv und hat so entscheidend zur dessen Entwicklung beigetragen.
Frau Waltraud Siegel
Seit 10 Jahren ist Frau Siegel Leitungsmitglied in der VII. Seniorenwanderschaft e.V. Eisenhüttenstadt. Mit großer Gewissenhaftigkeit ist sie die Schatzmeisterin. Aber auch bei der Vorbereitung der halbjährlichen Wanderpläne oder von Veranstaltungen des Vereins ist sie aktiv dabei, stets hilfsbereit und hat für jeden ein offenes Ohr. Und trotz eigener gesundheitlicher Einschränkungen lässt sie es sich darüber hinaus auch nicht nehmen, in einer Pflegeinrichtung viel Zeit ehrenamtlich bei der Betreuung von alten und demenzkranken Menschen einzusetzen.
Frau Ursel Warnke
Noch, als sie selbst im Berufsleben stand, engagierte sich Frau Warnke mit Herz und Seele für die Ortsgrup- pe der Volkssolidarität im VI. Wohnkomplex. Inzwischen selbst Rentnerin organisiert sie Veranstaltungen, Vorträge und kleine Ausflüge und selbst, wer nicht gut zu Fuß ist, wird von ihr persönlich zu Hause abgeholt. Sie schafft es, uneigennützig Freude zu vermitteln und den teilweise hochbetagten Senioren einen abwechs- lungsreichen und in Gemeinschaft erlebten Alltag zu ermöglichen.

Bereits am Vorabend des Neujahrsempfangs wurden anlässlich der Premiere des aktuellen Programms des Kabaretts „Blitz-Richter" bereits folgende Personen geehrt:
Frau Dagmar Theil
Frau Theil leitet seit 20 Jahren das Kabarett „Blitz-Richter" und ist darüber hinaus seit 10 Jahren dessen künstlerische Leiterin. Sie plant und leitet nicht nur die jährlich ca. 35-40 Auftritte, sondern achtet auch auf darstellerische Verbesserung, so dass die Qualität des Kabaretts stetig erhöht werden konnte. So konnte man sich zu einem festen Bestandteil der Kulturszene der Stadt Eisenhüttenstadt und zu einem anerkannten Botschafter der Stadt im Land Brandenburg etablieren.
Herr Horst Reukauf
Als langjähriger Vorsitzender des Ortsverbandes der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaften ist Herr Reukauf für Lehrer, Erzieher und Kindergärtnerinnen unserer Stadt eine Vertrauensperson. Er hält Kontakt zur GEW-Landesebene, ist im Hauptvorstand und dort vor allem im wichtigen Referat für die Besoldung aktiv. Darüber hinaus kennt man ihn aber auch als aktives Mitglied des Kabaretts „Blitz-Richter", wo er vor allem für das Verfassen der pointierten Texte verantwortlich ist.

14.1.12

Scharen von Zamperern zogen durch die Straßen
(jp) Bei angenehmem Wetter zogen am Sonnabend zum Fastnachtsauftakt in der Region wieder mehrere hundert Enthusiasten zampernd durch die Dörfer, klingelten und klopften an Hof- und Haustüren, um Zamper- spenden in Form von Eiern, Speck, Geld und anderem zu bitten.
Diese volkstümlichen Traditionen reichen teilweise viele Jahrzehnte zurück, erlebten in einigen Dörfern nach der Wende einen rasanten Aufschwung, sind nun jedoch hinsichtlich ihrer Finanzierbarkeit so bedroht wie noch nie. Einerseits sind es die unverständlich hohen GEMA-Gebühren, andererseits das Abzocken der Zampermusikanten durch das Finanzamt, sprich: den Staat, die so manchen Zampervorstand in jedem Jahr neu überlegen lassen, ob es sich überhaupt noch machen lässt. Dazu kommt, dass viele Jugendliche die Dörfer verlassen, um sich, oftmals hunderte Kilometer entfernt, eine Existenz aufzubauen die hier unmöglich ist. "Du kannst gern zu uns kommen", heißt es da gegenüber dem Reporter, "aber wir wollen nicht in der Zeitung erscheinen." Zamperkapellen geben sich Phantasienamen, um nicht identifiziert werden zu können, denn bei allem Spaß an der Sache, soll ja nach einem Tag Schwerstarbeit auch etwas für die Musikanten heraus kommen.

Brieskow:
Gleich drei Zampertage sind alljährlich in Brieskow-Finkenheerd angesagt, organisiert von Finkenheerder Fastnachtsclub. Am vergangenen Sonnabend und Sonntag zogen die Zamperer mit ihrem Musikmobil durch Brieskow, am kommenden Sonnabend geht es in Finkenheerd weiter. "Wir feiern in diesem Jahr unser 30jäh- riges Vereinsjubiläum", erzählte dessen Vorsitzender Mario Rückert, "und laden alle, die Spaß haben wollen, zu unserer großen Jubiläumsveranstaltung am 3. März abends in die Mehrzweckhalle ein." Doch der größte Teil der Zamperspenden wie Eier und Geld wird traditionell für die Gestaltung der Faschingsveranstaltungen für die Senioren und Kinder verwendet. "Während unserer drei Zampertage besuchen wir ungefähr 1000 Haushal- te", fügte Stabträger Dieter Wunsch hinzu. Seine Aufgabe ist, dem Tross der Zamperer vorweg zu gehen, an den Haustüren zu klingeln und mit der Herrin des Hauses eine Fastnachtstanz zu absolvieren.

Aufstellen zum Antrinken hieß es bei den Brieskowern, bevor sich die Zampertruppe in Bewegung setzte Rita Poesch (4.v.r.) gehört zu jenen, die den Zamperern gern eine Spende gibt, als Dank dafür winkt ein Tänzchen mit dem Stabträger, hier Mario Rückert (3.v.r.). 

Lawitz:
Im Mittelpunkt der Lawitzer Fastnacht stand bereits zum 12. Mal in Folge der 80jährige Martin Bursch als anerkannt ältester Fastnachtsmusikant der Region. Seit vielen Jahren spielt er bei den Kaupetalern auf, was in fit hält, wovon sich jeder überzeugen konnte, der dabei war, denn rund 8 Stunden Zampermusik und dabei 7,2 Kilometer Runde durch das Dorf fordern viel, viel Kondition. Solange es noch geht, will er jedenfalls dabei sein und erst dann sein Tenorsaxophon zur Seite legen. "Die Lawitzer sind überaus spendabel", sagte Fahnenträger Karl-Heinz Rothe, "so können wir am kommenden Sonnabend eine zünftige Kreschke feiern." Vor allem die Alten warten darauf dass sie besucht werden, denn die Lawitzer Fastnacht gehörte schon immer zu den Highlights im Dorfgeschehen. Ganz neu waren Frank Krause und Cindy Schneidewind dabei. Vor ein paar Monaten zogen sie ins Dorf, finden die Fastnachtsstimmung ganz toll und wollen sich mit der Teilnahme am Zampern in die Dorfgemeinschaft integrieren.

Martin Bursch mit Seiner Klarinette ist der Star der Lawitzer Fastnacht. 80jährig ist er seit 12 Jahren der nachweislich älteste Zampermusikant der Region. Mit viel Stimmung zogen die Lawitzer Zamperer durch das Dorf.

Neuzelle-Kummro:
Eigentlich hatten die Kummroer vor, sich an der Gemarkungsgrenze mit den Schlabenern zu treffen, aber die Zeitregimes beider Zampertrupps passten nicht so richtig zusammen, obwohl es vor ein paar Jahren schon mal klappte, per Zufall. "Es war toll", erinnerte sich Mario Krüger, Vorsitzender des Ersten Kummroer Traditi- onsvereins und als orientalische Prinzessin verkleidet, "wir haben uns begrüßt und zusammen einen getrun- ken, bevor jeder wieder seiner Wege zog." In diesem Jahr findet der Fastnachtstanz erstmalig nicht am Vor- abend des Zamperns statt, sondern erst eine Woche später. "Wir haben der Goldenen Hochzeit von Ingrid und Egon Schulz den Vorrang gegeben, die in unserem Traditionslokal, dem Kummerower Hof feierten", erklärt Mario Krüger diese Terminverschiebung, "und wir vom Verein wünschen alles Gute für die nächsten Jahre."

Bunte Kostüme und viel Stimmung gab es auch bei den Zamperern in Kummro.

Neuzelle-Schlaben:
Traditionell trafen sich die Schlabener vor der Autowerkstatt von Torsten Noack, um nach ein paar Tanzrunden zum Aufwärmen unter der Führung des "Tanzorchesters Immervoll" zuerst in Richtung Kirchstraße, dann die Lieberoser Straße entlang zu ziehen. Inmitten dieser Truppe eine Gruppe recht ungesund aussehende Truppe, die Familie Murach, verkleidet und originelle geschminkt als Zombies. Die Idee dazu hatte Schwiegersohn in spé Danny Paßberg, ein Liebhaber von Filmen dieser Art. Zum ersten Mal dabei war Sigrun Thoms aus der Kruggasse im Oberdorf. "Es ist sehr lustig hier", sagte sie, "und eine richtig tolle Truppe. Und super ist auch, dass ich heute mal nicht zu kochen brauche, weil es überall etwas zu essen gibt." Traditionell warteten auch Regina und Helmut Reschke auf die Zamperer, hatten auf ihrem Hof ein kleines Feuer entzündet, Würstchen und Bouletten aufgewärmt und frisch gebackene Quarkspitzen im Angebot, natürlich auch Bier und Glühwein, heißen Tee gab es für Zamperkätzchen Fritz Richter, dreijährig zum vierten Mal dabei, und mit top Appetit.

Vorsicht - die Zombiefamilie Murach brauchte ständig ein Getränk - heiß und rot. Zamperkätzchen Fritz Richter (3) ließ sich im Handwagen durch die Straßen ziehen.

Treppeln:
Torsten Materne führte zusammen mit "Zampera" die Treppelner Zamperer, darunter Amtsdirektor Hans-Georg Köhler, an. Traditionell traf man sich, so mancher noch mit Nachwirkungen das voran gegangenen Tanz- abends am Sonnabend um 10 Uhr in Köhlers Gasthof. "In diesem Jahr sind wir wegen einiger Trauerfälle nicht ganz so viele wie sonst immer" sagte Albrecht Schulz, "aber so ist nun mal das Leben, und die Stimmung ist trotzdem gut." Vor drei Jahren haben die Treppelner ihren Fastnachtsplan abgeändert, alles um einen Tag vorverlegt, der neuen Zeit geschuldet. "Früher zamperten wir am Sonntag", so Torsten Materne, "aber für viel war des ungünstig, weil sie mittags wieder zum Arbeitsort mussten." Dass man auch in Treppeln die Nach- wuchsarbeit pflegt, war an der Kinderschar zu sehen. Die 3jährige Josy Krinke war vom vielen Tanzen so erschöpft, dass sie, in wärmende Decken verpackt, trotz lauter Musik fest schlief. Der Jüngste war mit 12 Wochen allerdings Davin Dietrich, dessen Mama ihn in ein schickes Teufelchen-Kostüm gekleidet und sein Getränk "an der Frau" hatte.

Traditionell empfing Martin Bahro die Zamperer mit Grillwurst. Platz für einen Tanz ist in der kleinsten Werkstatt.
13.1.12

Jubelnder Beifall für Blitzrichter-Programm
(Eisenhüttenstadt/jp) "Wir haben alles im Griff..." heißt das neue Programm der Eisenhüttenstädter "Blitzrich- ter", das am Freitag im ausverkauften Fürstenberger Gesellschaftshaus Schleicher eine mit viel Szenen- und lang anhaltendem Schlussapplaus honorierte Premiere feierte.


Rentner, verändert die Welt, ihr seid die meisten.

Also, wenn Sie Privatpatient wären, würde ich das Stethoskop auch aufsetzen.

Rund zwei Stunden lang erfuhr das Publikum auf schwankendem Schiff, was Politik und Administration den Menschen angetan haben, zusammen getragen und mit scharfer Feder aufgeschrieben von Horst Reukauf, ins- zeniert von den Ensemblemitgliedern und musikalisch begleitet von Tor- sten Hannig. Horst Schuster, der die Programme der Blitzrichter viele Jahre auf der Geige begleitete, war nicht mehr dabei, er hatte nach sein- em 85. Geburtstag Abschied von der Bühne genommen. Ihm wünschen sowohl Ensemble als auch Publikum weiterhin alles Gute.
"In unserem Programm erlebt der Zuschauer einen Querschnitt dessen, was uns täglich umgibt in der Bundesrepublik", erklärte Reukauf, "das beginnt bei Geldfragen geht über Politiker und gute Sprüche, die sie in letzter Zeit losgelassen haben bis hin zum Bildungs- und Gesundheits- wesen und darüber hinaus." Er bezieht sich dabei unter anderem darauf, dass der ehemalige Bundeswirtschaftsminister und jetzige Fraktionsvor- sitzende der SPD einmal sagte, der Panzer- verkauf der Bundesrepublik gehe das Parlament nichts an, was einen vollkommenen Bruch des Grundgesetztes darstelle. Es seien die ganz normalen Themen, die das Programm aufgreift, und als Lehrer liegt Horst Reukauf verständlicherweise auch dieser Berufsstand besonders am Herzen. "Die Politik hat aus Leh- rern eigentlich Automaten gemacht", sagt er, "und Automaten, die ohne Herzblut arbeiten, können auch keine Erfolge haben."
Aber auch der Wutbürger kommt zu Wort, eine eigene Sicht auf den Ret- tungsschirm wird präsentiert und auch die Stadt Eisenhüttenstadt bekam ihren traditionellen Platz, wobei für vieles zu erarbeitende Konzepte und ihre Wirkung aufs Korn genommen werden. Turbulent geht es dann am 

Schluss zu, wenn die Senioren wieder zu Wort kommen, weil sie die Welt verändern wollen, was ihnen zuste- he, weil sie ja die meisten sind."
Es waren zwei mitreißende Stunden, und wenn es zu Beginn noch hieß "Wir haben alles im Griff, auf dem schwankenden Schiff", führten die Geschichten schließlich zur Erkenntnis, wir befänden uns längst auf dem sinkenden Schiff. Waren für Stefan Klotz aus Eisenhüttenstadt bei tollem und thematisch ausgewogenem Inhalt einige der Texte zu lang, schwärmte Jörg Pohl von einem wunderbaren Programm mit brandaktuellen Themen und Musikschullehrerin Jeanette Müller brachte es auf den Punkt: "Ich besuche inzwischen das dritte Programm der Blitzrichter und bin besonders beeindruckt davon, dass stadtbekannte Persönlichkeiten auf der Bühne stehen, denen es immer wieder gelingt aktuell-politische Themen so treffsicher darzustellen."
Im Anschluss an das Programm ehrte Bürgermeisterin und Premierengast Dagmar Püschel Horst Reukauf und Vereinsvorsitzende Dagmar Theil für ihre langjährigen ehrenamtlichen Tätigkeiten.

12.1.12

Vorsicht - Vorsicht - Vorsicht! - vor dem eigenen Staat!
Seit einigen Tagen erscheinen in den Medien immer wieder Berichte über den Virus "DNS-Changer" und die Aufforderung, eine staatliche Website aufzurufen, um den eigenen Rechner hinsichtlich des Befalls mit DNS-Changer überprüfen zu lassen.
 
Doch seien Sie auch hier misstrauisch! Seit dem bekannt werden des inzwischen vom Chaos Computer Club geknackten "Staatstrojaners" der Bundesrepublik Deutschland und Berichten in den Medien, wonach er z.B. vom bayerischen LKA missbraucht wurde, ergibt sich nun mit dem Anklicken der betreffenden Website die legale Möglichkeit, staatliche Spionsoftware auf Ihrem Computer zu installieren, ohne dass Sie es merken und ohne, dass Sie dagegen einschreiten können, denn Sie haben die Website ja aus eigenem Willen aufgesucht.

Und wer garantiert Ihnen, dass beim Durchsuchen Ihres Rechners keine persönlichen Daten abgeschöpft werden?
 
Wir raten deshalb: Wenn Sie sensible private Daten auf ihrem Rechner haben, überlegen Sie sehr genau, ob Sie das Risiko eingehen, die staatliche Website anzuklicken! Wenn Sie Ihr System sowieso neu installieren müssen, sofern sich DNC-Changer darauf befindet, können Sie damit auch warten, bis am 8. März die vom FBI kontrollierten Rechner abgeschaltet werden. Dann erfahren Sie, ob sie von DNS-Changer befallen sind, gehen aber einem möglichen staatlichen Zugriff auf Ihren Rechner aus dem Wege.
 
Wie Sie Ihre vertraulichen persönlichen oder geschäftlichen Daten nachhaltig schützen können, erfahren Sie HIER.

Auf den folgenden Websites finden Sie weitere Informationen zum Staatstrojaner:

http://www.spiegel.de/thema/staatstrojaner/

http://de.wikipedia.org/wiki/Online-Durchsuchung

http://www.youtube.com/watch?v=eRFhpmiUwU4&noredirect=1

http://ccc.de/de/updates/2011/staatstrojaner

http://www.faz.net/aktuell/chaos-computer-club-der-deutsche-staatstrojaner-wurde-geknackt-11486538.html
 

7.1.12

Tannenbäume gingen in Rauch auf
(Neuzelle/jp) Trotz teilweise stärkeren Regens kamen viele Neuzeller am Sonnabend Nachmittag zur Festwie- se, um ihren Weihnachtsbaum den Flammen zu übergeben. Wer einen solchen Baum mitbrachte, bekam dafür einen Glühwein gratis, und wer Alkoholfreies wollte, konnte sich an einem heißen Tee erwärmen.


Mit Schwung übergab Chris Rücker seinen Weih- nachtsbaum den Flammen.

Bereits in den Morgenstunden begannen Edwin van der Jagt, Vorsitzender des Feuerwehrvereins, und seine Mitstreiter mit den Vorbereitungen. Die Gulaschkanone wurde anlässlich der Weih- nachtsbaumverbrennung traditionell mit köstlichem Erbseneintopf gefüllt und dieser "auf Geschmack gebracht". Gegen 13 Uhr be- gaben sich die Kameraden zur Festwiese und stellten in intensi- ver Teamarbeit das von der Jugendfeuerwehr geliehene Zelt auf, als Unterschlupf und Zuflucht vor der Nässe, die unablässig vom Himmel fiel.
Als das Feuer gegen 15 Uhr entzündet wurde, war von Gästen noch weit und breit nichts zu sehen, doch dies
änderte sich inne- rhalb der nächsten 20 Minuten, als die ersten Unentwegten mit

ihren Bäumen eintrafen. Darunter Lutz Kanig und Andreas Rieck, die als erste begrüßt wurden. "Das Wetter stört überhaupt nicht", so Lutz Kanig, "und man kommt unter Leute." Chris Rücker war ein wenig traurig darüber, seinen Weihnachtsbaum den Flammen zu übergeben, denn es hänge sehr viel Liebe daran, was auch Freundin Ines aus Seelow mit einem klaren "Ja" bestätigte. "Außerdem lockte uns das Wetter hierher und der Glühwein", so Chris mit einem schmunzelnden Augenzwinkern, "wobei es bei einem wohl nicht bleiben wird."
Ihre drei Frauen - Gerda, Claudia und Laura - hatten die Männer der Familie Lang zur Festwiese geschickt, und als wohl Jüngste in der Riege der Weihnachtsbaumverbrenner war Lilu Sophie Redlich in Begleitung von Mama Bianca mit von der Partie, fand viel Spaß daran, einzelne Äste in das wärmende Feuer zu werfen. Auf einer Schubkarre brachten beide gleich drei Bäume mit, freuten sich über drei Mal Gratis-Tee zum Aufwärmen von innen, und hoffen nun, im nächsten Jahr wieder mit dem Schlitten vorfahren zu können.

7.1.12

Viele Diagnosen von Puppendoktor Bärbel
(Müllrose/jp) Die Reihe der zum großen Teil nicht mehr ganz so jungen Puppeneltern, die am Sonnabend im Heimatmuseum ihre Kleinen Puppendoktor Bärbel vorstellten, riss den ganzen Tag über nicht ab. Begehrte Ansprechpartnerin war Bärbel Bendschneider, deren Ausstellung "Spielzeug längst vergangener Tage" anläss- lich des letzten Müllroser Weihnachtszaubers eröffnet worden war und die seitdem mehr als 1500 Besucher zählte.


So wie Helga und Walter Laube aus Eisenhütten- stadt holten sich viele weitere Puppensammler Tipps von Bärbel Bendschneider (v.r.n.l.).

Doch es ging bei weitem nicht nur um die kleinen Beschädigung- en der Spielgefährten und begehrten Sammlerobjekte. Viele der Besucher wollten einfach nur wissen, welchen Wert ihre kleinen Lieblinge eigentlich haben, neben dem ideellen, den kein anderer ermessen kann. So wie Hannelore Klose aus Frankfurt (Oder), die ihre original Käthe Kruse Puppen zum Schätzen mitbrachte und sich für die in der Ausstellung gezeigten Puppenstuben interessierte, denn sie selbst nennt ein größeres Puppenhaus ihr eigen.
Walter und Helga Laube kamen aus Eisenhüttenstadt, ein paar ihrer schönsten Exemplare aus der
umfangreichen Puppensamm- lung im Gepäck. Ihre Sammelleidenschaft hatte, erinnerten sie sich, einen ganz traurigen Anlass. "Es war kurz vor einem Weih- nachtsfest ein Jahr nach dem Krieg", so Helga Laube, "da fiel

meine einzige Puppe, die zudem noch aus Porzellan bestand, beim Rücken einer Kommode auf den Boden und zersprang in tausend Stücke." Ungefähr acht Jahre war sie damals alt und der Wunsch nach einer neuen Puppe unerfüllbar, denn es gab keine. Als sie dann ihr eigene Geld verdiente, kaufte sich als Erstes selbst diesen Wunsch, und dieser einen Puppe noch viele weitere folgten. Nun suchten die Laubes vergeblich jemanden, der ihre rund 50 Stück umfassende Sammlung möglichst komplett abkauft, denn nach dem Umzug in eine kleinere Wohnung ist kein Platz mehr, diese auf- und auszustellen. Die wertvollsten Exemplare sollen nun auf dem Sammlermarkt angeboten werden, obwohl es beiden sehr schwer fällt, sich davon zu trennen.
So hatte Bärbel Bendschneider alle Hände voll zu tun, wälzte Kataloge, um Preise zu finden, machte Kosten- voranschläge für Reparaturen und nahm diesbezügliche Aufträge gleich an, sobald man sich über den Preis geeinigt hatte. Sie selbst sammelt seit 25 Jahren Puppen, Puppenhäuser und alles was dazu gehört, hat aber noch nie gezählt, was dabei so alles zusammen gekommen ist. Ihre Lieblinge sind die ganz frühen Puppen, zum Beispiel jene aus der Biedermeierzeit, die auch Zeugnis ablegen vom damaligen Leben der Menschen. In diesem Sinne seien sie ein wichtiges Stück Zeitgeschichte und keine Spielzeuge mehr. "Darüber hinaus repariere ich die Puppen auch", erzählte die gelernte Schneiderin Bärbel Bendschneider, "und soweit es mög- lich ist, verwende ich dabei alte Materialien." Haare, alte Stoffe und alte Schnitte bilden die Grundlage, die Puppen so originalgetreu wie es geht wieder herzustellen. Dies bringe so manche Schwierigkeit mit sich, denn Stoffe aus dem Jahr 1860 seien wahrscheinlich nicht mehr aufzutreiben, doch es wird alles gesammelt, was ihr in die Hände fällt - Knöpfe, Bänder, Stoffreste und vieles mehr.
Nun freut sie sich darüber, dass ihre Ausstellung so viel Interesse findet, und so viele Interessenten, für die auch die Zeitgeschichte eine große Rolle spielt, wobei auch manchmal kriminalistischer Spürsinn gefragt ist, wenn die Frage steht, woher und aus welcher Zeit eine Puppe stammt.
Begeistert von den vielen schönen Exponaten zeigte sich auch die 16jährige Pia Anna Sader aus Müllrose. Ganz in Familie besuchte sie anlässlich des Geburtstages ihrer Oma die Ausstellung, die Omas Kindheits- erinnerungen weckte, während Pia darüber staunte, womit Groß- und Urgroßeltern gespielt haben.
Bis zum 29. Januar wird diese sowohl inhaltlich, als auch zeitlich einzigartige Spielzeugausstellung noch im Müllroser Heimatmuseum zu sehen sein, bevor die Exponate wieder in das Magazin von Bärbel Bendschnei- der zurück kehren. Wer sie noch sehen will, sollte sich sputen, denn eine Neuauflage der Exposition an anderem Ort ist nicht geplant, denn es sei schwierig, geeignete Ausstellungsräume zu finden. 

5.1.12

„Zugriff auf offener Straße…“
Zoll beschlagnahmt 120.000 Schmuggelzigaretten in Dahlewitz
Zöllner des Hauptzollamts Frankfurt (Oder) und des Zollfahndungsamtes Berlin-Bran- denburg haben bereits am Dienstag gegen 17.00 Uhr in Dahlewitz (Landkreis Teltow- Fläming) vier polnische Zigarettenschmuggler in zwei Fahrzeugen gestellt und vorläufig festgenommen, als diese an einer geschlossenen Bahnschranke halten mussten.
In einem der beiden PKW, der mit gefälschten deutschen Kennzeichen ausgestattet war, fanden die Zöllner insgesamt 120.000 Schmuggelzigaretten sowohl weißrussisch- er als auch noch unbekannter Herkunft.

Der aktuellen Feststellung gingen monatelange Ermittlungen des Zollfahndungsamtes voraus Die Schmuggler hatten bereits nach Polen eingeschmuggelte Zigaretten übernommen, diese nach Deutschland weiterge- schmuggelt und hier gewinnbringend verkauft. „Damit ist jetzt Schluss“, sagte der Pressesprecher des Haupt- zollamts Frankfurt (Oder), Andreas Behnisch, „denn das Amtsgericht Cottbus hat gegen den 33-jährigen polnischen Haupttäter und einen 30-jährigen Helfer Haftbefehle erlassen.“ Die beiden Begleiter konnten nach Abschluss aller Maßnahmen ihre Reise fortsetzen.
Insgesamt kann den polnischen Tätern der Schmuggel von mehr als sechs Millionen unversteuerter Zigaretten nach Deutschland nachgewiesen werden. Der Steuerschaden beträgt rund 1,3 Millionen Euro. Dafür drohen beiden Schmugglern Freiheitsstrafen von bis zu zehn Jahren.

3.1.12

„Hausbesuch vom Zoll“
Zoll beschlagnahmt rund 10.000 Schmuggelzigaretten in Schöneiche
Gestern beobachteten Zöllner, wie ein bereits wegen des illegalen Handels mit Schmuggelzigaretten „amtsbekannter“ vietnamesischer Staatsangehöriger ein Haus in Schöneiche betrat und es nach kurzer Zeit wieder mit einer Sporttasche verließ. Bei der anschließenden Kontrolle des 21-jährigen Vietnamesen fanden die Zöllner rund 2.000 Schmuggelzigaretten in der Sporttasche. Die Zöllner suchten nun das Haus auf und konfrontierten den Hausbesitzer, einen 62-jährigen Deutschen, mit ihren Beob- achtungen. Dieser verweigerte zunächst das Betreten des Hauses. Er konnte damit

allerdings nicht verhindern, dass die Zöllner das Haus kurz darauf mit dem Beschluss einer Richterin am Amtsgericht Frankfurt (Oder) durchsuchten. Dabei fand ein eingesetzter Tabakspürhund in einem Schrank weitere 8.000 Schmuggelzigaretten, die die Zöllner ebenfalls beschlagnahm- ten. „Gegen den Vietnamesen und den Deutschen wurden Steuerstrafverfahren eingeleitet“, sagte der Pressesprecher des Hauptzollamts Frankfurt (Oder), Andreas Behnisch. „Beiden droht eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren oder eine Geldstrafe“. Der Steuerschaden beträgt insgesamt rund 2.000 Euro.

Der Kauf von nicht in Deutschland versteuerten Zigaretten beispielsweise bei einem Straßenhändler ist kei- neswegs eine Bagatelle, sondern ein Verstoß gegen Steuergesetze und wird entsprechend verfolgt.
Die Zigaretten werden in jedem Fall eingezogen, die darauf lastenden Abgaben sowie entsprechende Verwarn- oder Bußgelder sind vom Käufer trotzdem zu zahlen.
Ab einer Menge von 1.000 Zigaretten wird ein Steuerstrafverfahren eingeleitet, das heißt, der Käufer muss sich gegebenenfalls vor Gericht für sein Handeln verantworten. Bürgerinnen und Bürger, die die Straßenhänd- ler bei ihrem illegalen Handel unterstützen, indem sie beispielsweise Räume als Lager für Schmuggelziga- retten bereitstellen, werden wie die Straßenhändler selbst bestraft. Hier drohen Freiheitsstrafen von bis zu fünf Jahren oder empfindliche Geldstrafen. Bei gewerbsmäßig handelnden oder in Banden organisierten Tätern sind sogar Freiheitsstrafen bis zu zehn Jahren möglich.

2.1.11

Wir starten auch 2012 ohne Zusatzbeitrag!

Pressemitteilung

Eisenhüttenstadt/Frankfurt (Oder), 02.01.2012
Brandenburgische BKK startet Umfrage zur Organspende
Die Brandenburgische BKK ruft zur Beteiligung an einer Umfrage zu den geplanten gesetzlichen Änderungen zur Organspende auf. Auf der Homepage www.brandenburgische-bkk.de kann jeder sein Votum zur Frage „Was halten Sie von der Entscheidungspflicht für die Organspende?“ abgeben.
Außerdem können Versicherte und Besucher der Homepage kostenlos einen Organspendeausweis der
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) herunterladen. Eine Auswertung der Ergebnisse ist für den April 2012 geplant.
Das Transplantationsgesetz vom Dezember 1997 regelt in Deutschland zur Zeit die Spende, Entnahme, Vermittlung und Übertragung von Organen, die nach dem Tode oder zu Lebzeiten gespendet werden. Das Gesetz sieht eine „erweiterte Zustimmungslösung“ vor, das bedeutet, dass der Wille des Verstorbenen zu Lebzeiten vorrangig ist. Ist er nicht dokumentiert, entscheiden die nächsten Angehörigen auf der Grundlage des mutmaßlichen oder bekannten Willens des Verstorbenen.
Da zur Zeit in Deutschland Organspender fehlen, sprechen sich die Gesundheitsminister der Länder nun für eine "Entscheidungslösung" aus, bei der jeder Bundesbürger aufgefordert wird, sich für oder gegen die Organspende zu entscheiden. Die Entscheidung soll dann zum Beispiel auf dem Personalausweis, der Krankenversicherungskarte oder dem Führerschein dokumentiert werden.

Ansprechpartner Brandenburgische BKK:  Stefan Mehlhose, Telefon: 03364/401326 

+++ Die Brandenburgische BKK ist ein moderner regionaler Dienstleister. Sie betreut 11.000 Versicherte in der Region Brandenburg. Die Brandenburgische BKK bietet ihren Versicherten eine bedarfsgerechte, individuelle Krankenversicherung mit vielfältigen Präventionsangeboten, attraktiven Bonusprogrammen sowie kostengünstigen Zusatzleistungen. +++

1.1.12

 
Allen Partnern, Freunden und Besuchern von Hütte-Direkt ein gesundes, erfolgreiches und schönes Jahr 2012.